Zalandos Betriebssystem der Mode
Lässt Zalando nun alle schreien?
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Als Modeunternehmen hat es Zalando geschafft, seine Kunden vor Glück schreien zu lassen. Jetzt will der Berliner Betrieb sein Betätigungsfeld erweitern und andere Unternehmen an seinem Know-how teilhaben lassen. Neben dem Versandhandel sollen Logistikleistungen und Kundenanalysen angeboten werden und Zalando zu dem machen, was Vorstandsmitglied Robert Gentz ein „Betriebssystem der Modewelt“ nennt. Zu diesem Zweck investiert Zalando weiter in seinen Ausbau und dient in Zukunft als Plattform für andere Modemarken.

Diese Leistungen nimmt Zalando fortan in sein Portfolio auf

In Zukunft wird der Versandhandel nur noch eines von mehreren Standbeinen des Berliner Modeunternehmens Zalando sein. Zusätzlich wird das Unternehmen in einen Dienstleistungsbetrieb ummodeliert, der unter anderem Kundenanalysen anbietet und Logistik-Aufgaben übernimmt. Das Ziel ist es hierbei, ein „Betriebssystem der Modewelt“ aufzubauen, auf dessen Grundlage die Akteure handeln. Hierbei kommt Zalando zugute, dass schon heute etwa 13% der Mitarbeiter bei Zalando digitale Entwickler sind, die kreative und innovative Ideen umsetzen. Das Fachwissen dieser Entwickler will das Unternehmen nutzen, um selbst zu wachsen und anderen Modeanbietern dabei zu helfen, ihre Kunden besser zu verstehen. Zusätzlich haben Modemarken fortan die Möglichkeit, Zalando als Plattform für ihre eigenen Produkte zu nutzen und die Website des Unternehmens als zusätzlichen Vertriebskanal einzusetzen.

Investitionen in den Ausbau statt Dividenden für die Aktionäre

Bei seiner Hauptversammlung kündigte Zalando an, den Wachstumskurs des Unternehmens weiter voranzutreiben. Zu diesem Zweck werden 200 Millionen Euro in den Ausbau investiert, um hierdurch zusätzliches Wachstum zu generieren. Das hat allerdings zur Folge, dass die Anteilseigner auch in diesem Jahr keine Dividende erhalten werden. Das anvisierte Wachstum soll nach Möglichkeit alle Unternehmensbereiche betreffen. So wird in den eigenen Versandhandel ebenso investiert wie in die neuen Betätigungsfelder Logistik und Kundenanalyse. Im Idealfall bringt das Zalando 20-25% mehr Umsatz in 2017 und sorgt dafür, dass der Betrieb nicht mehr allein vom Erfolg eines einzigen Geschäftszweigs abhängig ist. Zalando stellt sich somit breiter auf und stellt die Weichen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein und weiter in Europa zu wachsen.

Angestrebtes Ziel: den eigenen Marktanteil verdoppeln

Aktuell liegt Zalandos Marktanteil in der europäischen Modebranche bei etwa 1%. Durch die Investitionen und den Ausbau sollen daraus innerhalb der nächsten drei Jahre 2% werden. Alle Hoffnungen ruhen hierbei auf den beiden Logistikzentren in Schweden und Polen. Über diese erweitert Zalando seinen Aktionsradius und kann noch schneller und gezielter auf Kundenwünsche eingehen. Allerdings wird sich das Unternehmen weiterhin auf den Onlinehandel beschränken und zunächst keine stationären Geschäfte eröffnen. Einzige Ausnahme bilden hierbei die Outlet-Stores. Der Fokus wird vielmehr auf die eigene Plattform gerichtet. Diese soll noch kundenorientierter werden und für andere Unternehmen zur Grundlage werden, auf der sie ihre eigenen Ideen verwirklichen und ihre jeweiligen Produkte vermarkten. Es wird sich zeigen, ob diese Rechnung aufgeht und ob Zalando, seine Aktionäre und die Kunden auch in Zukunft vor Glück schreien werden.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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