Barrierefrei: E-Commerce von Mensch zu Mensch

Barrierefreiheit im e-commerce
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Was für viele selbstverständlich ist, ist für andere Menschen mühselig. Im Besonderen, wenn sie unter einer Behinderung leiden. Dies gilt für alle Lebensbereiche. Hinsichtlich des Internets und der Verwendung des selbigen, sind Sehbehinderte und Hörgeschädigte maßgeblich auf unsere Unterstützung angewiesen. Im E-Commerce kann man sehr viel tun, um Homepages und Online-Shops barrierefrei zu gestalten. Dies mindert kurze Verweildauer auf der eigenen Seite und Absprungraten, neben dem positiven Aspekt sozial zu agieren.

Einstein: In der Einfachheit liegt die größte Vollendung

Es wird im E-Commerce extrem viel über usability und user experience (UX) gesprochen. Häufig werden beide Begriffe gleichgesetzt, obgleich sie nicht genau das Gleiche bedeuten. Im ersten Fall geht es um die möglichst einfach gehaltene Bedienbarkeit eines Systems oder einer Software für den Nutzer. Im zweiten Fall beschäftigt man sich um die gesamte Erfahrung oder das Nutzungserlebnis der Person, die da am anderen Ende des Kabels sitzt. Tolle Erkenntnisse zu diesem Thema findet man im Blog nutzerbrille.

Bemerkt man nun, dass es gar nicht so einfach ist, seine Seite benutzerfreundlich für Menschen zu gestalten, die kein Handicap haben, so kann man sich vorstellen, wie schwierig es ist, sich in einen Menschen hineinzuversetzen, der eine Behinderung hat. Von besonderer Bedeutung sind Beeinträchtigungen des Sehvermögens und Schädigungen des Gehörs, aber auch motorische und kognitive Einschränkungen sollten hier berücksichtigt werden. Hier gibt der Markt natürlich einiges an Software her. Man kann Vergrößerungssoftware kaufen, die einzelne Teile des Bildschirms hervorheben. Es gibt Programme, die Texte in Blindenschrift beziehungsweise Braille überführen oder Spracherkennungssoftware, die Texte vorlesen und Sprachbefehle entgegennehmen.

Zauberwort: Accessibility. Kleine Schritte, große Wirkung

Es ist jedoch nicht nur so, dass man ein Bewusstsein dafür schaffen sollte jemandem den Zugang in das Internet und auf Homepages und Online-Shops zu erleichtern, man sollte auch auf den eigenen Seiten aktiv etwas unternehmen, um mögliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dies ist auch sehr förderlich für das eigene Image und den Abschluss eines Verkaufsgeschäftes. Man kann eine Analyse der eigenen Webseite hinsichtlich der web-accessibility vornehmen lassen, um diese zu verbessern. Speziell, wenn Sie einen Relaunch planen, ist es von vorneherein ein Faktor, an den gedacht werden sollte.

Gerade in diesen Tagen ist das Thema aktuell, da gerade eine große Veranstaltung, mit Informationen hierzu von der Stiftung Pfennigparade, stattgefunden hat. Dies im Rahmen des Programms „Bayern barrierefrei“, das vorsieht die Region bis 2023 extrem behindertengerecht zu gestalten, dazu gehört auch die Nutzung des Internets. Gerade das Internet ist wirklich wichtig, da es Menschen mit einer Behinderung auch vieles erleichtern kann, so wie allen anderen auch. Man kann barrierefreies Design im Internet nicht mit bloßem Auge erkennen, aber man kann sich informieren und die Navigation auf der eigenen Seite vereinfachen, um eine wirklich behindertengerechte Homepage zu haben. Hierfür sollte man einen Spezialisten heran ziehen, der sich um die Quellcodes kümmert. Was Sie sofort machen können, um Ihre Seiten für jedermann besser lesbar einzurichten:

  1. Navigation auf der Hauptseite: Klare Strukturen, keine Pop-Up-Fenster oder Browser-Fenster, die unnötig ablenken
  2. Klare Schlüsselwörter, damit man in den Suchmaschinen schnell fündig wird
  3. Visuelles Layout sollte sich nicht von Seite zu Seite verändern: Farben, Schrift etc.
  4. Die Ordnung sollte beibehalten werden: Brotkrumenpfad
  5. Tastatur-Navigation, alternativ zur Maus (Shortcuts)

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