Axel Springer Verlag auf digitalem Kurs

Der Axel Springer Verlag hat zum ersten Mal in seiner Geschichte den größten Umsatz auf digitaler Ebene erwirtschaftet. Hauptantreiber ist die digitale Werbung.

Im vergangenen Jahr konnte der Axel Springer Verlag seinen gesamten Umsatz im digitalen Bereich um rund 22 % auf 1,17 Milliarden Euro steigern – dies hatte zur Folge, dass der Konzern erstmalig mehr digital, als durch Print erwirtschaften konnte. Für den Umsatz auf digitaler Ebene sind drei Standbeine entscheidend.

Journalistische Portale

Im Bereich der journalistischen Portale, wie Bild.de, azet.sk oder Die WELT Online, konnte der Axel Springer Verlag seinen Umsatz um hervorragende 27,8 % auf nun 387,4 Millionen Euro erhöhen. In diesen Bereich Fallen auch anderen Geschäftsmodelle digitalen Charakters, wie unter anderem auch idealo oder Smarthouse.

Performance Marketing

Als außerordentlich profitabel erwies sich auch der Bereich Performance Marketing der Zanox-Gruppe. Der Anstieg von 4,4 % auf rund 456,6 Millionen Euro ist vor allem auf Investitionen in die Gruppe zurückzuführen. In den nächsten Quartalen rechnet man hier mit einem weiteren Anstieg, der sich auf den Verbesserungen gründet.

Digital Classifieds

Das dritte Standbein des Konzerns floriert momentan auf enorm hoher Ebene – Mit einem Wachstum von fast 49 % konnte der Umsatz in diesem Bereich auf knapp 330,2 Millionen Euro drastisch erhöht werden. Teil dieses Bereiches sind unter anderem Immonet, immoweb.be und andere Rubrikenportale.

Beinahe der gesamte Umsatz digitaler Herkunft geht auf Online Werbung zurück, womit dieser Absatzmarkt um mehr als 25 % auf 992 Millionen Euro wuchs.

Zur zukünftigen Aufgabe macht sich der Axel Springer Verlag eine fortwährende Digitalisierung und weitere Verbesserungen auf digitaler Ebene. In diesem Jahr werden zwar Investitionen den Gewinn belasten, doch der Trend wird als allgemein positiv angesehen – Axel Springer passt sich den modernen Anforderungen mit Erfolg an.

Robert Klatt

1 Kommentar

  1. Bei Axel Springer hat man die Zeichen der Zeit schon früh erkannt das der Trend zum Internet geht. Ich kann mich an einen Zeitungsbericht vor Jahren erinnern, in welchem der Sohn von Axel Springer (weiß nicht mehr genau ob er es wirklich war) das Internet als DAS Zukunftsmedium sah…dafür wurde er von vielen damals belächelt.

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