Laut einer Studie von Capgemini weiss die Auto-Industrie noch nicht ob Ihr das „neuen“ Internet auch wirklich monitäre Vorteile bietet. Doch anscheinend sind Player wie VDO, Audi BMW Daimler-Chrysler ins Grübeln gekommen und evaluieren eifrig ob nicht diese Weblogs, Wikis und weitere Ansätze des demokratischen Wissensaustausches die Wertschöpfungskette noch optimieren könnten. Natürlich immer unter der gebotenen Vorsicht.

Aus Sicht des Konsumenten sind vor allem Beispiele faszinierend, die sich direkt auf das eigene Wohlbefinden auswirken. Wie also kommt der Endkunde in den Genuss Web 2.0-basierter Innovationen? Eine entsprechende Lösung haben sich zum Beispiel die Entwickler des Automobilzulieferers Siemens VDO ausgedacht, um spontane Meetings auf der Strecke zu ermöglichen: Mit Hilfe einer zusätzlichen Hard- und Software kann der Fahrer in seinem Infotainmentsystem so genannte „Auto-Buddys“ erzeugen. Die „Auto-Buddys“ funktionieren so ähnlich wie die Messenger-Systeme im Internet. Sind Freunde gleichzeitig online, so sehen die anderen Nutzer, wo diese sich gerade befinden. Einem spontanen Treffen steht somit nichts im Wege. Für die Transportprofis ist diese Technologie aber in technischer Hinsicht fast schon ein alter Hut: Als Tracking & Tracing-System ist das System von Siemens VDO bereits im Flottenmanagement beim professionellen Güterverkehr im Einsatz. Abgesehen von derlei Technikgimmiks im Consumermarkt stellt sich die Frage, wie die Unternehmen selbst von neuen Webtechnologien profitieren können. Corporate Blogging boomt angeblich, die hübschen Tagebücher sind aber nur ein winziges Accessoire, das sich mit den Schlagwörtern Social Software und Web 2.0 verbindet. Doch was nützen derartige Szenarien jenseits des Produktmarketings und der Kundenpflege, diese Frage wird auch in der Automobilindustrie heftig diskutiert.

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> Mirko Peters

Mirko Peters ist als Medienkaufmann und Senior E-Commerce Manager seit 2002 auf Agentur- und Unternehmensseite. Er berät und betreut Unternehmen und Marken in den Themenfeldern E-Commerce, Online-Marketing und Internet-Strategie und begleitet federführend komplexe Projekte. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Datenanalyse, das Projektmanagement sowie die Entwicklung und Umsetzung effizienter Online-Marketing-Strategien sowie die Umsetzung von komplexen Online-Shops und deren Backend-Prozesse.

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1 Kommentar

  1. Ja,ja…die Frage, welche (monitären) Vorteile das Web 2.0 für etablierte Unternehmen bringt, ist so interessant wie individuell verschieden.

    Grüße

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