Amazon 1-Klick-Bestellung Patent

Ende der 90er-Jahre meldete Amazon ein Patent auf 1-Klick-Bestellungen an und löste hierdurch Empörung bei den Mitbewerbern aus. In diesen Tagen läuft das Amazon-Patent aus und kann auch nicht noch einmal verlängert werden. Somit kann die Technik weiterentwickelt und perfektioniert werden. Ob das geschehen wird, ist allerdings noch fraglich. Die meisten Onlinehändler scheinen dieses Feature nämlich nicht zu vermissen.

Die Auswirkungen des Amazon-Patents

Als Amazon sich das Patent auf 1-Klick-Bestellungen zum Ende der 90er Jahre hin sicherte, war die Empörung bei der Konkurrenz groß. Sie beklagten, dass es tatsächlich möglich war, sich eine so grundlegende und weitreichende Funktion patentieren zu lassen. Die Folge war nämlich, dass alle Händler, die diese Funktion nutzen wollten, Lizenzgebühren an Amazon entrichten mussten. So kam es, dass viele Händler auf diese Technik verzichteten. Mit dem Auslaufen des Patents fällt diese Hürde weg. Nunmehr haben weltweit alle Onlinehändler die Möglichkeit, die 1-Klick-Bestellungen für sich zu nutzen, in das eigene Shopsystem zu integrieren und auf die eigenen Ansprüche hin anzupassen.

Welche Folgen wird das Auslaufen des Patents vermutlich haben?

Das Auslaufen eines Patents bringt bei Produkten und Funktionen mit hoher Nachfrage oftmals einen Innovationsschub mit sich. Bisher lag das Recht, 1-Klick-Bestellungen zu nutzen und anzubieten ausschließlich bei Amazon. Der Konzern kassierte Lizenzgebühren und hatte keinen Bedarf, die Funktion weiterzuentwickeln und anzupassen. Das ändert sich mit den neuen Gegebenheiten schlagartig. Ab sofort hat jeder die Möglichkeit, die 1-Klick-Bestellungen zu nutzen und Veränderungen an der Technik und dem Erscheinungsbild vorzunehmen. Durch diesen Konkurrenzdruck ist es im Interesse der Händler, das bestmögliche Feature abzuliefern. Nur so können Kunden über diesen Service an das eigene Unternehmen gebunden und höhere Umsätze generiert werden.

Besteht überhaupt noch ein Bedarf für 1-Klick-Bestellungen?

Ganz grundsätzlich muss jedoch die Frage gestellt werden, ob sich der Einsatz von 1-Klick-Bestellungen überhaupt noch lohnt. Eine große Nachfrage hat offensichtlich nie bestanden. Bereits seit 2011 wäre es Onlinehändlern in Europa nämlich möglich gewesen, diese Technik zu nutzen. Das lag daran, dass das Amazon-Patent hierzulande nicht anerkannt wurde. Dennoch setzten die Händler auf andere Techniken und ließen dieses Feature ungenutzt. Außerdem kommen heutzutage viele virtuelle und digitale Assistenzsysteme zum Einsatz. Diese nehmen eine Bestellung auf Wunsch direkt selbst vor, sodass nicht einmal mehr ein einziger Klick nötig wird.

Auf der anderen Seite gibt es diverse Einsatzgebiete, in denen sich die Nutzung einer 1-Klick-Bestellungen durchaus lohnen würde. Hierzu gehört vor allem die Zustellung schnell verfügbarer Produkte aus dem näheren Umfeld, die sofort oder per Same-Day-Delivery zugestellt werden. Vor allem Onlineapotheken und Restaurants können von diesem Service profitieren. Außerdem entwickelt sich der M-Commerce rasant. Immer mehr Nutzer kaufen und bestellen Artikel über das Smartphone. Hier müssen Onlinehändler prinzipiell eine möglichst einfache und schnelle Bestelloption anbieten, sodass der Einsatz von 1-Klick-Bestellungen sinnvoll wäre. Hierfür müssen allerdings die logistischen Voraussetzungen gegeben sein, um die Technik einsetzen zu können.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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