Amazon Prime

Bisher konnten Amazon Prime Kunden ihre Accounts mit bis zu vier weiteren Nutzern teilen. Dieser Vorteil wird für Neukunden jetzt gestrichen. Sie können nur noch einen zusätzlichen Account an den Vorteilen des Dienstes teilhaben lassen. Ob Amazon bei den Bestandskunden stärkere Kontrollen bezüglich der Nutzung durchführen wird, ist unklar. Fest steht, dass dieses Vorgehen einen Wandel in der Amazon-Politik mit seinem Prime Service darstellt.

Amazon Prime Vorteile werden für Neukunden gestrichen

Amazon Prime Kunden kommen in den Genuss von Versandvorteilen. Diese konnten sie bisher mit bis zu vier weiteren Accounts teilen. Die Idee hierbei: Familienmitglieder in ein und demselben Haushalt sollten Amazon Prime gleichermaßen nutzen können. Allerdings wurde nie kontrolliert, mit wem die Kunden ihre Amazon Prime Vorteile teilten. Es mussten lediglich der Geburtsmonat und der Name des Teilenden bekannt sein, schon konnten die Vorteile gemeinsam genutzt werden. Somit war und ist es gängige Praxis, auch Freunden und Bekannten außerhalb des eigenen Haushalts diese Vorteile zukommen zu lassen.

Somit mussten lediglich einmal jährlich 69 Euro bezahlt werden und schon standen die Amazon Prime Versandvorteile bis zu fünf Accounts parallel zur Verfügung. Diese Zeiten sind vorbei. Amazon beschränkt jetzt für Neukunden die Zahl der Accounts, mit denen die Vorteile geteilt werden können, auf einen. In den USA ist das bereits seit einiger Zeit gängige Praxis. Jetzt werden auch internationale Amazon Prime Neukunden in verschiedenen Staaten, unter anderem Deutschland, betroffen sein.

Was Amazon Bestandskunden erwartet ist unklar

Aktuell betreffen die Neuregelungen von Amazon lediglich Neukunden. Wer bereits vor dem 8. November 2017 einen Amazon Prime Account besaß, kann diesen auch in Zukunft mit bis zu vier weiteren Accounts teilen. Weiterhin gilt, dass ausschließlich im eigenen Haushalt lebende Familienmitglieder die Serviceleistungen von Amazon mit nutzen dürfen. Allerdings ist unklar, was passiert, wenn ein Account einmal freiwerden sollte. Dürfen die Bestandskunden dann diesen Account neu besetzen oder reduziert sich die Zahl der geteilten Accounts schrittweise? Ebenfalls unbekannt ist, ob es in Zukunft stärkere Kontrollen geben wird, ob der Service tatsächlich nur von Familienmitgliedern genutzt wird. Unverändert gilt jedoch, dass lediglich die Versandvorteile, nicht aber zum Beispiel die Streaming-Dienste, geteilt werden können.

Eine Neuausrichtung in Sachen Amazon Prime?

Diese neuen Regeln sind eine kleine Sensation in der Amazon-Welt. Bisher konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Onlineriese alles tut, um Kunden für den Prime Service zu begeistern. Wenn es Einschränkungen bei den Serviceleistungen gab, betrafen diese in der Regel Kunden, die keinen eigenen Amazon Prime Account besaßen. Dass es jetzt Einschränkungen im Prime-Bereich gibt, stellt somit eine Neuausrichtung dar. Die Idee dahinter ist natürlich klar: Amazon will den Missbrauch seines Services verhindern und aus den Menschen, die bisher einen geteilten Account genutzt haben, möglichst eigene Prime-Kunden machen. Das ist aber ein gewagtes Spiel. Denn ebenso gut könnte die Neuregelung einen Image-Verlust des Prime-Dienstes mit sich bringen und die Attraktivität des Services deutlich reduzieren.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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