Amazon Locker: Amazon Paketstationen an Shell Tankstellen

Amazon Locker: Packstation jetzt bei Shell

Amazon will unabhängig von der DHL, UPS und Hermes werden. Deswegen entwickelt das Unternehmen Möglichkeiten, Pakete selbst auszuliefern beziehungsweise dem Kunden zugänglich zu machen. Mit Amazon Locker testet der E-Commerce Riese eine neue Methode und kooperiert hierbei mit Shell. An 10 der rund 2.000 Tankstellen von Shell sollen Paketstationen mit dem Namen Amazon Locker aufgestellt werden, sodass Kunden bei der Abholung möglichst flexibel sind.

Die Idee hinter Amazon Locker

Angeblich befindet sich in jedem 7. Paket der DHL ein Produkt, das von Amazon verschickt wurde. Um sich aus dieser starken Abhängigkeit zu lösen, möchte Amazon eigene Wege der Auslieferung beschreiten. Die Amazon Locker sind Paketstationen, von denen Kunden ihre bestellten Waren abholen können. Das kommt vor allem Berufstätigen zugute, die dann nicht zu Hause sein müssen, wenn das Paket ankommt. Zudem lassen sich auch Retouren über die Amazon Locker regeln, was als praktischer Kundenservice verstanden werden kann.

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Um diese ehrgeizigen Ziele umzusetzen, ist Amazon eine Kooperation mit Shell eingegangen, wie das Handelsblatt berichtet. An 10 Tankstellen werden die Amazon Locker aufgestellt. Der Vorteil für die Kunden ist, dass sie sozusagen Tag und Nacht an ihre Pakete kommen. Amazon baut seinen Kundenservice aus und Shell gewinnt eine Vielzahl potentieller Kunden und erhält mit Sicherheit eine Entlohnung dafür, dass Amazon seine Paketstationen an den Tankstellen aufstellen darf.

Amazon Locker: so funktioniert die Paketstation von Amazon (englisch / Quelle: Techmoan)

Die Testphase und die Umsetzung von Amazon Locker

Prinzipiell sind die Paketstationen für Amazon kein Neuland. In den USA und Großbritannien kommen die Amazon Locker nämlich bereits erfolgreich zum Einsatz. Aktuell läuft allerdings eine Testphase, wie die Paketstationen von deutschen Kunden angenommen werden. Zu diesem Zweck werden zunächst an 10 Shell Tankstellen Amazon Locker aufgestellt. Vor allem in Berlin und München möchte das Unternehmen hierbei präsent sein. Sollte sich das Projekt als erfolgreich erweisen, wird das Konzept deutschlandweit umgesetzt, sodass an den bundesweit rund 2.000 Shell Tankstellen jeweils Paketstationen zu finden sein werden.

Diese Projekte hat Amazon bereits ins Leben gerufen

Dass Amazon nicht nur Kunde von Logistikunternehmen wie der DHL, UPS und Hermes, sondern auch deren Konkurrenz ist, wurde in den letzten Jahren sehr deutlich. So liefert der Onlineriese mittlerweile viele Pakete selbst an seine Kunden aus. Für Prime-Mitglieder besteht sogar die Möglichkeit, sich eine Bestellung innerhalb von 24 Stunden liefern zu lassen. Des Weiteren ist geplant, eine eigene Flotte von Transportflugzeugen einzurichten. Mit diesen könnten Pakete ganz gezielt und mit möglichst geringem Aufwand ausgeliefert werden.

Die "Amazon One" bringt Prime AirDie „Amazon One“ ist das erste Flugzeug dieser Art, das der Konzern geleast hat. 11 weitere sollen noch hinzukommen. In den USA verfügt das Unternehmen bereits über eine Flotte von 4.000 LKW, mit denen Waren ausgeliefert werden können. Nicht zuletzt ist dort auch „Amazon Flex“ sehr erfolgreich. Hierbei handelt es sich um Zustellungen nach dem Uber-Prinzip. Privatmenschen können hier Geld damit verdienen, indem sie Pakete an die Kunden von Amazon ausliefern. Durch diese Maßnahmen wird der E-Commerce Gigant immer unabhängiger von Logistikdienstleistern und kann sich durch Serviceangebote deutlich von seiner Konkurrenz abheben.

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