Amazon will mit selbstfahrenden Autos liefern

Amazon versucht gezielt, seinen Kunden so nahe wie möglich zu sein. Zu diesem Zweck sollen in Zukunft als Serviceleistung weitere Abholstationen aufgestellt werden. Das Ziel: Bestellungen sollen selbst dann zeitnah ausgeliefert werden, wenn der Kunde nicht zu Hause auf die Lieferung warten kann oder will. Das sorgt für Missfallen bei der Konkurrenz, kommt bei den Kunden scheinbar aber sehr gut an.

Die Geschichte der Amazon Locker in Deutschland

Mittlerweile gehören die Abholstationen von Amazon in vielen deutschen Städten bereits zum Stadtbild dazu. Das war aber lange Zeit nicht so. Gerade zu Beginn wirkten die als Amazon Locker bekannten Stationen eher fremd und außergewöhnlich und zogen direkt großes Missfallen der Mitbewerber auf sich. So beschwerte sich die DHL beispielsweise, dass die Abholstationen in einem gelb-orange-Ton gehalten waren und sich somit zu wenig von den Farben der DHL unterschieden. Inzwischen sind die Amazon Locker dunkelgrau und als solche klar zu erkennen.

Außerdem hat die Verbreitung der Amazon Locker in der letzten Zeit stark zugenommen. Waren sie eine ganze Weile lang nur in großen Metropolen wie Berlin und München zu finden, so gibt es heute auch in Hamburg, Essen, Düsseldorf und Köln entsprechende Abholstationen. Die Beliebtheit ist so enorm, dass Amazon plant, bis zum Ende des Jahres an mindestens 200 der 2000 Stationen des eigenen Netzwerkes Amazon Locker zu platzieren.

Amazon ist auf der Suche nach Partnern für die Amazon Locker

Um sein Netzwerk ausbauen und Kundennähe herstellen zu können, ist Amazon auf die Hilfe namhafter Partner angewiesen. So müssen die Abholstationen beispielsweise an zentralen Orten aufgestellt werden, die sich von den Kunden gut erreichen lassen. Eine große Partnerschaft ist Amazon mit der Tankstelle Shell eingegangen. An vielen Shell-Tankstellen sind bereits Amazon Locker aufgestellt und das Angebot wird kontinuierlich erweitert. Ein weiterer großer Kooperationspartner von Amazon ist Edeka. Auf diversen Parkplätzen der Supermarktkette sind bereits solche Abholstationen zu finden. Zudem kooperieren viele Spätis mit Amazon. Das bringt dem Konzern den Vorteil, dass nahezu rund um die Uhr Pakete ausgeliefert und abgeholt werden können. Ein weiterer renommierter Unterstützer des Projekts ist Telefónica beziehungsweise O2.

Die Abholstationen machen Druck auf die Konkurrenz

Der Ausbau des Amazon-Netzwerks setzt die Konkurrenz unter gehörigen Druck. Denn das Konzept des Onlineriesen scheint aufzugehen, begeistern sich doch immer mehr Menschen für die Abholstationen. Mitbewerber sind somit angehalten, ähnliche Serviceleistungen wie Amazon zu bieten, um gegen die Marktmacht des Konzerns standhalten zu können. Hierbei geht es nicht darum, ein eigenes Netzwerk aufzubauen und ebenso präsent wie Amazon zu sein. Kaum ein Unternehmen wird sich das leisten können. Aber die Mentalität der Kunden wird sich durch die Abholstationen ändern beziehungsweise hat es bereits getan. Zeitunabhängige, schnelle und kostenlose Lieferungen an einen Wunschort werden bald zum Standardservice eines Unternehmens gehören müssen, da die Kunden genau das erwarten. Es wird sich zeigen, welche Betriebe im E-Commerce hier mithalten und einen eigenen Erfolgsweg finden können.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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