Amazon Key
Screenshot: Amazon.com

Mit Amazon Key stellt Amazon einen neuen Service bereit, der das Shoppen für Kunden noch einfacher machen soll. Mit dem Schlüssel des Onlineriesen kann den Paketboten Zugang zur Wohnung gegeben werden. So müssen Pakete nicht mehr unter der Fußmatte versteckt, beim Nachbarn abgegeben oder von der Postfiliale abgeholt werden. Aber auch weiteren Dienstleistern wie Reinigungskräften kann mit dem Amazon Key Zugang zur eigenen Wohnung gewährt werden.

Die Grundidee hinter Amazon Key

Wenn ein Paket ankommt und niemand ist zu Hause, ist das lästig. Dann muss das Paket nämlich in der nächsten Postfiliale abgeholt werden, was Zeit und Nerven kostet. Das Paket im eigenen Garten oder in der Garage hinterlegen zu lassen, ist deutlich attraktiver, aber wesentlich unsicherer. Aus diesem Grund hat sich Amazon einen Service ausgedacht, der die Paketzustellung für Kunden einfacher und angenehmer machen soll. Mit Amazon Key wird den Paketboten Zugang zur Wohnung gewährt. Diese können ein Paket dann neben der Tür oder auf einem Sideboard abstellen. So ist es sicher aufgehoben und wartet geduldig auf die Ankunft der Kunden. Dieser Service wird zudem für andere Dienstleister angeboten. So kann zum Beispiel einer Reinigungskraft Zugang zur Wohnung gewährt werden, sodass das Zuhause glänzt, wenn man von der Arbeit zurückkommt.

So funktioniert Amazon Key

Aktuell ist Amazon Key ausschließlich Prime Kunden vorbehalten. Die wachsende Dichte an Services in diesem Bereich zeigt deutlich, dass Amazon seinen Prime Service für möglichst viele Kunden attraktiv machen will. Um Amazon Key zu nutzen, muss ein Starterset namens „Amazon Key In-Home Kit“ gekauft werden. Dieses besteht aus einem modernen Türschloss und einer Kamera und kostet aktuell 249 US-Dollar. Bei dem Schloss handelt es sich um ein Hochsicherheitsmodell und die Kamera verfügt über einen Nachtsichtmodus und eine Zwei-Wege-Audio-Option. Somit können die Kunden ihre Wohnung jederzeit im Blick behalten und sehen genau, wenn der Paketbote, der Hundesitter oder die Reinigungskraft auftaucht. Die Installation des Startersets kann durch Amazon erfolgen oder per App eigenständig durchgeführt werden. Neben diesen Anschaffungsgebühren entstehen für die Kunden keinerlei zusätzliche Kosten.

Amazon rückt seinem gruseligem Unternehmensziel näher

Amazon hat ein inoffizielles Unternehmensziel ausgegeben, dass für die Ohren Unbeteiligter gelegentlich schon gruselig klingt: Der Onlineriese will an jeder Handelsaktion weltweit beteiligt sein. Hierfür ist es nötig, in den Lebensbereichen der Menschen unverzichtbar zu werden. Mit Amazon Key kommt der Konzern diesem Ziel einen großen Schritt näher. Denn die zeitliche Unabhängigkeit des Services macht ihn für viele Nutzer attraktiv. Hierbei ist es klug von Amazon, den Service nicht nur auf die eigenen Paketboten zu beschränken, sondern ihn auf eine Vielzahl an Dienstleistern auszuweiten. So können noch mehr Nutzer davon profitieren.

Viele Datenschützer sehen diese Entwicklung kritisch. Sie haben bereits Amazon Echo stark kritisiert, weil mit diesem Tool ein echter Spion in die eigenen vier Wände einzieht. Mit Amazon Key hat der Konzern jetzt regelrecht Zutritt zu den Wohnungen der einzelnen Nutzer und wird zu einer Art unsichtbarem Mitbewohner. Auf diese Problematik in Sachen Datenschutz und Privatsphäre haben die Datenschützer schon jüngst aufmerksam gemacht, indem sie Amazon den Negativ-Preis „Big Brother-Award“ haben zukommen lassen.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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