Amazon Drohne – erste erfolgreiche Auslieferung dauerte 13 Minuten

Der Onlineriese Amazon hat seine erste Warenauslieferung per Drohne erfolgreich absolviert. Die Zustellung erfolgte per Prime Air und hat 13 Minuten gedauert. Damit wurde ein Konzept erstmals erfolgreich umgesetzt, dessen Ursprünge bereits drei Jahre zurückliegen. Bis zu einer flächendeckenden Lieferung per Drohne wird jedoch noch viel Zeit vergehen, weil in unterschiedlichen Ländern jeweils eigene Luftfahrtvorschriften eingehalten werden müssen.

Die erste Amazon-Lieferung per Drohne

Bereits Ende 2013 hat Amazon einen Prototyp seiner ersten eigenen Drohne vorgestellt und seit 2015 wurde in Großbritannien mit der neuen Technologie experimentiert. Vor rund einem Jahr stellte Amazon dann eine neue Generation der Prime-Air-Drohne vor. Diese ist in der Lage, wie ein Hubschrauber abzuheben und wieder zu landen. In 2016 ist es jetzt erstmalig gelungen, eine Bestellung an einen Amazon Prime Kunden auszuliefern. Vom Bestellvorgang bis zur Ankunft beim Kunden sind nach Amazon-Angaben gerade einmal 13 Minuten vergangen. Die erste Bestellung bestand aus einem Fire-TV-Gerät und einer Popcorn-Packung und kam problemlos beim Kunden an. Mittlerweile ist eine zweite Lieferung erfolgreich durchgeführt worden. Hierbei wurde dem Nutzer ein Echo Dot zugestellt.

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Die Vorschriften der Luftfahrtbehörden erschweren den Dienst

Jedes Land hat spezielle Bestimmungen für die Luftfahrt, die Unternehmen bei Lieferungen per Drohne einhalten müssen. Aus diesem Grund hat sich Amazon zunächst darauf beschränkt, seine Testflüge in Großbritannien durchzuführen. Hier sind die Regelungen vergleichsweise locker, sodass der Online-Gigant bei seinen Versuchen nahezu alle Freiheiten genießen konnte. Deswegen hat sich Amazon inzwischen die spezifischen Genehmigungen der Luftfahrtbehörde gesichert, die für einen Warentransport per Drohne erforderlich sind. In den USA sieht sich der Konzern noch mit diversen Schwierigkeiten konfrontiert. Der Gesetzgeber schreibt hier nämlich vor, dass jede Drohne bei der Auslieferung von einem Menschen beaufsichtigt werden muss. Das ist Amazon ein Dorn im Auge, da das Unternehmen die Lieferungen per Drohne vollautomatisch durchführen will.

Das plant Amazon für die Zukunft

Aktuell haben erst einzelne Kunden ihre Lieferungen per Drohne erhalten. In einem nächsten Schritt sollen duzende Prime-Kunden von diesem Service profitieren. Als langfristiges Ziel ist angestrebt, dass hunderte Kunden beliefert werden können. Die Lieferzeit zwischen Bestellung und Ankunft beim Kunden soll hierbei 30 Minuten oder weniger betragen. Hierfür ist es aber notwendig, dass die Luftfahrtbehörden aller Länder die dazu notwendigen Genehmigungen ausstellen. Gerade in Deutschland ist das notwendig, da Amazon hier diese Versandoption baldmöglichst zur Verfügung stellen will. Aktuell ist die Traglast, die eine Drohne bewältigen kann, noch begrenzt. Deswegen können aktuell nur Pakete bis zu einem Maximalgewicht von 2,3 kg auf diese Weise ausgeliefert werden. Auch hier arbeitet das Unternehmen an einer Verbesserung. Das ist auch nötig, da sich Amazon mit einer starken Konkurrenz seitens Google und der DHL konfrontiert sieht. In naher Zukunft wird dieser Service aber auch weiterhin nur Prime-Kunden bereitgestellt werden. Ob es langfristig Pläne für eine Ausdehnung auf alle Amazon-Kunden gibt, ist derzeit noch ungewiss.

> Patrick Tarkowski

Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Onlinemarketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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