E-Commerce 2011- ein Rückblick

Das Internet erfreut sich von Jahr zu Jahr einer immer noch anwachsenden Popularität. So hat sich die Zahl der deutschen Internetnutzer von circa 34 Prozent bis zum Jahr 2010 auf rund 73 Prozent nahezu verdoppelt. Das bedeutet, dass nun, am Beginn von 2012, mittlerweile mehr als drei Viertel aller deutschen Haushalte mit dem Internet verbunden sind. Viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und realisiert, dass es im Internet nicht mehr mit einer netten Präsentation alleine getan ist, sondern dass das Internet mittlerweile ein voll ausgereifter Markt ist, der auch entsprechend intensiv von den Konsumenten genutzt wird. In der Folge haben sich insbesondere 2011 viele Highlights im Jahresrückblick ereignet, welche Internet Marketing und E-Commerce betreffen. Zusätzlich hat sich auch im Erstellen von Online-Auftritten einiges getan.

2011 bescherte den Konsumenten viele technische Neuerungen

Beim Konsumenten war 2011 3D-Technologie ein heißes Eisen. Aktives und passives 3D haben nun endgültig Einzug in die privaten Haushalte gehalten. Viele kauften ihre Geräte dabei auch noch über das Internet. Das zweite große Thema war dann der Kampf um die Vormachtstellung bei Smartphones zwischen Google (Android) und Apple (iOS). Dank der vielen Smartphones, iPhones und Tablet PCs in Verbindung mit den aktuellen Internetverbindungen wird das mobile Surfen im Internet immer hochwertiger und bequemer. Entsprechend ist natürlich auch der Konsummarkt Internet mitgewachsen. Und dieser Trend ist nicht mehr aufzuhalten. So ging 2011 LTE, der 3G beziehungsweise UMTS-Nachfolger, ans Netz, dadurch bildet Long Term Evolution nunmehr den 4G-Standard. Damit ist es jetzt möglich, nahezu dauerhaft und mit hoher Bandbreite über Mobilgeräte online zu sein. Entsprechend waren beim E-Commerce Android-Smartphones, das neue 4S iPhone, welches sämtliche vorhergehenden Verkaufszahlen in den Schatten stellte, sowie Tablet-PCs Dauerbrenner.

Die Trends in den Bereichen Webdesign und E-Commerce-Seiten-Aufbau 2011

Und dadurch, dass das mobile Internet immer intensiver und komfortabler genutzt werden kann, war 2011 ein weiteres marktbeherrschendes Thema im Internet die Weiterentwicklung des Internets in ganz bestimmte Richtungen. So sehen ja beispielsweise die Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet zwischen einem kleinen, handlichen Smartphone-Monitor und einem 21-Zoll-Bildschirm am Desktop-Computer völlig unterschiedlich aus. Zeitgemäßes Webdesign war 2011 folglich das Vorantreiben des barrierefreien Internets. Das bedeutet nicht nur beispielsweise eine saubere Anpassung von Seiteninhalten bei unterschiedlicher Textgrößeneinstellung über Browser, sondern ganz besonders das optimale Bereitstellen von Internetauftritten, die dann auf den viel kleineren Bildschirmen von Tablet-PCs und Smartphones genauso gut ausgelesen werden können. Das betraf und betrifft dabei ganz besonders E-Commerce-Seiten wie Online-Shops, die ja ebenfalls mit dem Trend des mobilen Onlineshoppings mitziehen wollen. Hier hat sich 2011 die E-Commerce-Lösung von Magento besonders hervorgetan. Wenn es um das Gestalten eines Shops geht, ist es immer Magento, welches damit in einem Atemzug genannt wurde – und dieser Trend hält weiter an.

Das alles hat selbstverständlich ebenso nicht vor der Programmierung selbst in HTML haltgemacht. So hat das W3C-Konsortium, welches die HTML-Validierungen festlegt, um eine weltweit einheitliche Schreibweise zu garantieren, im Frühjahr einen „Last Call“ gemacht, was das Einreichen von Kommentaren in Bezug auf HTML5 betrifft. Somit ging HTML5 2011 in die nun entscheidende Entwicklungsschlussphase. Besonders im Vordergrund steht dabei gegenüber dem HTML4 eine weitere Anpassung für die einzelnen Browserhersteller, die nun mögliche Integration von 2D- und 3D-Objekten sowie anderen Formaten, darunter auch Videos sowie das Ersetzen der einzelnen Dokumentationen von HTML4.1, XHMTL1.0 sowie von DOM HTML Level 2. Des Weiteren erlangte 2011 das dadurch nun realisierbare Umsetzen von extrem detaillierten Rich Snippets eine besondere Bedeutung. Als Snippets oder Seiten-Snippets werden die Informationen über Internetseiten bezeichnet, die in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden.

Auch neue und hochwertigere Marketing-Strategien waren 2011 ein großes Thema

Diese hatte Google bereits 2009 als Rich Snippets um Angaben wie Bewertungen, Preisbereiche und anderen Infos erweitert, wobei die Implementierung in den HTML-Code bisher das Problem war, was nun ebenfalls mit HTML5 gelöst ist. Denn gerade für E-Commerce-Webseiten wie Internetshops bekamen die Rich Snippets 2011 eine noch größere Bedeutung, da eines der wohl größten und spektakulärsten Highlights im Internet Marketing – und somit auch im E-Commerce – das rigorose Update von Google und seinem Suchmaschinen-Algorithmus unter der Bezeichnung Panda- und Farmer-Update war. Seit den Anfängen des Internets und somit der Suchmaschinen hat der absolute Marktbeherrscher nicht für so große Furore in der Internet Marketing und E-Commerce-Szene gesorgt wie 2011 mit Panda.

Das Highlight 2011, das wohl für den meisten Gesprächsstoff sorgte: Google Panda

Eine der wichtigsten Änderungen war dabei, dass zukünftig insbesondere qualitativ sehr hochwertiger Text von Google erkannt wird und in der Folge solche Seiten ein besseres Ranking erhalten. Nun ist das aber gerade bei einem E-Commerce-Projekt wie einem Onlineshop ein sehr schwieriges Unterfangen, da es hier eigentlich mehr um recht knappe Inhalte geht. Dafür stehen aber Informationen wie Produktbewertungen und Preisangebote an vorderster und wichtigster Stelle. Und genau das wurde 2011 für E-Commerce-Seiten mit HTML5 erleichtert, da die Implementierung der Rich Snippets ja nun sehr einfach und gezielt durchführbar ist. Doch auch ansonsten hatte es das Panda-Update von Google in sich. So gab es viele Gewinner und Verlierer in unterschiedlichen Segmenten. Die großen Gewinner waren dabei ganz bestimmt Social Media Seiten wie Facebook und Twitter, die jetzt wesentlich wichtiger von Google eingestuft werden, wohingegen Content- und Artikelfarmen abgestraft wurden.

2011 war auch das Jahr der Social Media Seiten

Doch selbst Google hat sich nun, nach mehreren, mehr oder weniger erfolglosen Versuchen, endlich erfolgreich mit Google+ in den Social Media Bereich einnisten können. Exakt hier werden auch noch weitere Trends und Highlights von 2011 sichtbar: insbesondere im E-Commerce ist es mittlerweile extrem wichtig, diese Web 2.0 Attribute voll ins Marketing mit hinein zu integrieren. Denn so haben Suchmaschinen wie Google einerseits Verluste durch eine höhere Frequentierung von Social Media Seiten anstelle von der Nutzung von Suchmaschinendiensten durch die Internetnutzer hinnehmen müssen, während andererseits Google seit 2011 begonnen hat, Userbewertungen wie „likes“ und „dislikes“ richtig zu interpretieren, um diese ebenfalls in die Ranking-Kriterien für Webseiten einfließen zu lassen. Folglich hat Google eine neue Ära der Suche im Internet eingeläutet. Suchergebnisse werden qualitativ hochwertiger und Google lernt, Internet-User-Meinungen richtig zu interpretieren, um sie dann auch in den Suchmaschinenergebnissen entsprechend reflektieren zu können.

Aktives Internet für den Konsumenten und ein ungewohntes Maß an Qualität

Aus all diesen Entwicklungen, vor allem im Social Media Bereich, folgt logischerweise auch ein weiteres Anpassen von E-Commerce Seiten an einen tieferen Web 2.0 Charakter, also anders ausgedrückt, im E-Commerce hat man 2011 ebenfalls erkannt, dass man den Konsumenten mehr Freiraum zum Interagieren, zum aktiven Einbeziehen in E-Commerce-Projekte, bieten muss. Einfach nur ein Shop, gefüllt mit Produkten, geht dabei schon lange an diesen Entwicklungen vorbei. Die Integration von Bewertungs- und Kommentarfunktionen, Foren und Blogs usw. spielt eine immer wichtigere Rolle. Demzufolge müssen nicht nur Textinhalte seit Google Panda über eine hohe Qualität verfügen, sondern auch der Service am Konsumenten wurde so 2011 auf ein neues, hochwertigeres Niveau gehoben. Und für 2012 lässt sich dabei jetzt schon sagen, dass genau diese Trends fortgesetzt werden müssen.

So war das Jahr 2011 nicht ein Jahr mit gewöhnlichen Highlights und Trends wie die Jahre zuvor, vielmehr wurde 2011 tatsächlich eine völlig neue Internet-Ära eingeläutet. Noch vor wenigen Jahren war aus dem Hause Google zu hören, dass es wohl noch Jahrzehnte dauern würde, bis man an das Thema „Qualität“ besser heranreichen würde. Diese Aussage war anscheinend falsch, denn gerade um Qualität dreht sich seit 2011 alles. Sei es das barrierefreie Internet, das eine höhere Qualität auf allen Ausgabegeräten erzeugen soll, der neue Mobilfunkstandard, bei dem es um höhere Qualität geht, E-Commerce-Seiten und Webseiten, die inhaltlich und in Bezug auf Kundenservice und Kundennähe jetzt ebenfalls auf höhere Qualität abzielen. Der Begriff „Qualitätssteigerung“ wurde dabei maßgeblich 2011 in notwendiges Handeln umgesetzt. Zugleich haben all diese Trends zu mehr Start-ups junger neuer Unternehmen geführt. Und noch wesentlich erfreulicher ist dabei die Tatsache, dass sich nun wohl auch Berlin endgültig als die europäische Internet-Hauptstadt etabliert hat. Viele Investoren und Unternehmen aus der IT-Branche siedeln jetzt in und um Berlin.

Ein erster Blick auf die Trends 2012

Wie also gerade erwähnt, wird sich 2012 so darstellen, dass diese Trends zu noch mehr Qualität führen und noch mehr angepasst werden müssen. Ferner wird auch die Bedeutung der Social Medias noch wesentlich an Bedeutung dazu gewinnen. Genauso, wie Google bis dahin gelernt haben könnte, Social Media und Network Nutzer bei ihrem Meinungsaustausch richtig zu interpretieren. Außerdem wird auch HTML5 ausgereifter und, so wie es aussieht, bis dahin endgültig fertiggestellt sein. Das mobile Internet geht ebenfalls 2012 mit Long Term Evolution Advanced (LTE Advanced) in die nächste Runde, wobei die Mobilfunkprovider schon jetzt davon sprechen, dass ein dauerhaftes ins Internet eingeloggt sein bei höchster Bandbreite dann ebenso gewährleistet sein wird, was die Nutzungsmöglichkeiten des mobilen Internets und somit auch den damit verbundenen E-Commerce erweitern wird. Und nachdem 3D ebenfalls endlich seinen Durchbruch hatte, werden wohl im Internet 2012 ebenfalls viele 3D-Präsentationen zu sehen sein.

Letztendlich gibt es nur Gewinner

Schlussfolgernd ist es also im Jahr 2011 gewesen, dass begonnen wurde, den Spammern und schwarzen Schafen beim Internet Marketing und E-Commerce endgültig den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Und darum sind es diejenigen, die ehrlich und fleißig arbeiten, die nun die Früchte des Erfolgs tragen werden in Zukunft. Noch nicht zu hundert Prozent, aber der Anfang wurde nunmehr 2011 gemacht. Und das ist auch gut so. Somit wird also die weitere Entwicklung bei Internet Marketing und E-Commerce auch im Jahr 2012 weiterhin spannend bleiben. Allem voran waren jedoch bereits 2011 die normalen Internetuser und Konsumenten die großen Gewinner, und genau dieser Trend wird sich auch 2012 fortsetzen, was man ebenso einfach nur gutheißen kann. Denn schließlich soll das Internet das Leben ja vereinfachen und auch die Lebensqualität enorm erhöhen. Und entsprechend wird sich die jetzt schon gegebene Wichtigkeit des Word Wide Web 2012 noch weiter steigern.

Dadurch lässt sich wiederum feststellen, dass es 2011 auf ganze Breite nur Gewinner gegeben hat. Technologiehersteller konnten durch neue Techniken überzeugen, immer mehr Absatzmärkte im Internet wurden erschlossen, somit war 2011 seit Langem auch wieder ein Jahr für viele erfolgreiche Start-ups und innovative Ideen für das Internet aus Europa. Die Internetnutzer werden mit höherer Qualität in allen Bereichen verwöhnt, während sie zukünftig mehr mitgestalten können und dürfen, wobei bei Internet Marketing Strategen ebenfalls wieder Qualität, Innovation und einfach besser sein gefördert wurde. Und diejenigen, die sich durch automatisiertes Spammen und Zumüllen von Internetseite bisher Gehör verschafften, wurden nun auch wieder in ihre Schranken gewiesen, nämlich ins Abseits. Somit wurde 2011 die Qualität an allen Ecken und Enden gefördert und wir können schon jetzt mit Spannung auf weitere Fortschritte dieser Entwicklungen und Trends in 2012 hoffen und warten.

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